Blog

Windows 10: Eine Schnüffel-Software?

Immer wieder treibt es mir ein herzhaftes Grinsen in’s Gesicht, wenn ich lese, dass Windows 10 zu viel schnüffelt. Klar, mit den Daten der Benutzer kann man viel machen.

Wenn ich diese Beiträge so lese, dann frage ich mich, ob die Verfasser da nur auf eine Maximierung der Klickzahlen aus sind, oder ob sie wirklich die Sachen glauben, die sie dort schreiben.

Wie bitte soll zum Beispiel Cortana als Sprachassistent auf Anfragen der Benutzer reagieren können, wenn es keine Daten übertragen darf? Bei Google und Apple ist das scheinbar ganz harmlos, nur wenn Microsoft ebenso eine Software auf den Markt bring, ist das Geschrei groß. Eine Spracherkennung kann nur dann sinnvoll laufen und brauchbare Ergebnisse liefern, wenn eine Kommunikation mit einem zentralen Server stattfinden kann. Ansonsten habe ich halt die Suche, die ich im Grunde seit Windows 3.11 schon kenne, die mir zumindest lokal meinen Rechner durchsucht. Aber auch das kann ich noch abstellen. Was ich dann noch suchen, bzw finden will und kann sei mal dahin gestellt.

Der Austausch von WLAN Passwörtern an seine Kontakte ist eine ebenso nette Funktion, die mir das Leben einfacher macht. Und im Grunde auch den Datenschutz erhöht. Die Passwörter werden von Rechner zu Rechner übertragen, ohne dass man sie irgendwo eintippen muss. Dieses hat zwei Vorteile. Erstens entfallen irgendwelche Tippfehler, zweitens entfällt der öffentliche Aushang des WLAN Passwortes.

Auch die P2P Verteilung der Updates hat seine Vorteile. Bei dem letzten Updates, die ich hier auf den 3 Rechnern bei mir gemacht habe, wurden insgesamt 3 mal die kompletten Pakete von Microsoft herunter geladen. Jetzt werden die Daten nur noch einmal runtergeladen und dann intern verteilt. Ok, die öffentliche Verteilung habe ich abgestellt. Damit schone ich etwas meine Upload-Kapazitäten.

So ließe sich das ganze wohl endlos fortsetzen. Viele Autoren von den Spionage-Beiträgen sollten mal bei sich selbst anfangen zu sondieren, wo sie überall ihre Daten abgelegt haben: Facebook, WhatsApp, Google+, Yahoo, iTunes und wie die ganzen Datenkraken sonst noch heißen mögen. Diese Dienste bieten einem auch, wenn man es entsprechend nutzt, einen Mehrwert, für den man bereit ist einen Teil seiner Privatsphäre aufzugeben.

Nichts anderes tut Microsoft auch mit Windows 10, es stellt Dienste für die Bequemlichkeit der Nutzer zur Verfügung, deren Umfang und Funktion man konfigurieren kann. Die Voreinstellungen sind so, wie Microsoft meint, dass es für die meisten Benutzer sinnvoll ist.

<< Zur vorigen Seite

Letzte Änderung am  22.12.2018

Impressum, Datenschutzerklärung